Urnen klassisch bis modern
Bei einer Beerdigung denkt man in erster Linie an eine Sargbestattung, doch es existieren noch weitere Varianten der Beisetzung. So kann alternativ auch eine Feuerbestattung erfolgen, in deren Rahmen die Leiche des Verstorbenen in einem Krematorium verbrannt und somit eingeäschert wird. Die verbleibende Asche stellt die einzigen Ãoeberreste des Toten dar und wird in einer Aschekapsel bzw. Urne fest verschlossen.
Geschichte der Urne
Im mitteleuropäischen Raum kamen Urnen erstmals in der Schönfelder Kultur zwischen 2500 und 2100 vor Christus auf. Feuerbestattungen waren aber auch zuvor bereits in vielen Kulturen üblich, wobei die Asche ohne Urne bestattet wurde. Im Laufe der Bronzezeit fand ein grundlegender Wandel des Totenkultes statt, sodass die Brandreste nach einer Totenverbrennung in Urnen beigesetzt wurden. Folglich ist die Feuerbestattung seit jeher weit verbreitet, während die Urne erst im Laufe der Zeit an Bedeutung gewann. Heutzutage finden Urnen bei jeder Feuerbestattung Anwendung, unabhängig davon, ob schlussendlich eine klassische Erdbestattung im Urnengrab, eine Naturbestattung oder eine Seebestattung stattfindet.
Gestaltung von Urnen
Angesichts der Tatsache, dass Urnen auf eine weitreichende Vergangenheit von mehreren Jahrtausenden zurückblicken können, ist es nicht verwunderlich, dass sich diese auch optisch erheblich verändert haben. Früher wurden oftmals Terrinen oder bauchige Töpfe als Urnen benutzt. Je nach Kultur und Zeit wurde die Asche eines Verstorbenen in einer Urne mit Deckel oder einer doppelkonischen Urne beigesetzt. Gesichts-, Glocken- und Buckel-Urnen waren ebenfalls gebräuchlich.
Auch heutzutage existiert nach wie vor eine enorme Vielfalt im Bereich der Urnen, wobei sich diese optisch natürlich ma�geblich weiterentwickelt haben. Wer die Feuerbestattung für einen verstorbenen Verwandten organisiert bzw. sich selbst noch zu Lebzeiten um sämtliche Modalitäten seiner Bestattung kümmert, muss erst einmal ein entsprechendes Gefä� auswählen, in dem die Asche beigesetzt werden soll.
Ein wesentlicher Unterschied der verschiedenen Urnen besteht im Material. So werden Holz, Keramik, Ton und Marmor gleicherma�en als Grundwerkstoff für Bestattungsurnen benutzt. Durch die unterschiedlichen Materialien ergibt sich bereits eine differenzierte Optik, wobei das Design hierbei natürlich ebenfalls entscheidend ist. So reicht die Bandbreite von klassisch bis modern, sodass sich mit Sicherheit eine passende Urne finden lässt. Klassische Urnen zeichnen sich für gewöhnlich durch abgerundete, harmonische Formen aus und sind auf diese Art und Weise vollkommen zeitlos. Bei moderneren Urnen findet man dahingegen oft auch ausgefallenere Formen, wie zum Beispiel eine Urne in Quaderform. Darüber hinaus sind ebenfalls kreative und kunstvolle Urnen erhältlich, die nicht nur von künstlerischem Wert sind, sondern sich zudem an individuelle Wünsche und Vorstellungen anpassen lassen. Da Urnen im Rahmen einer Erdbestattung in die Erde eingebracht werden und somit kein gestalterisches Element des Urnengrabes sind, ergeben sich durch kreative Urnen keine Schwierigkeiten im Bezug auf die jeweilige Friedhofsordnung.
Dieser Artikel wurde von Angelika Schmid geschrieben.
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