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Grabmale

Grabmale

Unter einem Grabmal versteht man für gewöhnlich ein Mal, das zur Erinnerung und zum Gedenken an einen Toten an dessen Grabstätte aufgestellt wird. Folglich handelt es sich bei dem Begriff Grabmal in gewisser Hinsicht um ein Synonym für Grabstein. Ein Grabmal muss aber nicht zwingend ein Grabstein sein, denn da der Begriff weiter gefasst ist, fallen unter anderem auch Grabhäuser, Grabkammern und Grabhügel hierunter. Wurde ein Grabmal architektonisch gestaltet, spricht man auch von einem Grabbau.

Das Wort Grabmal wird also häufig als Synonym für Grabstein benutzt, doch obwohl dies nicht falsch ist, ist diese Verwendung auch nicht vollkommen korrekt. Im eigentlichen Sinne handelt es sich hierbei um keine Synonyme, obwohl ein Grabstein natürlich auch ein Grabmal ist. Der Ausdruck Grabmal beschreibt vielmehr einen Oberbegriff und bezeichnet sämtliche Formen an Gedenk- und Erinnerungsmälern.

Grabmäler im Laufe der Geschichte

Aktuellen Erkenntnissen zufolge wurden Grabmäler in Europa bereits in der Jungsteinzeit, also 6000 vor Christus, errichtet. Ein sogenannter Menhir, bei dem es sich um einen aufrecht stehenden Stein handelte, wurde auf und neben Gräbern aufgestellt und markierte so Grabstätten. Darüber hinaus hatte der Menhir eine kultische Bedeutung und war somit fester Bestandteil der damaligen Traditionen.

Auch im alten Ägypten, sowie im antiken Griechenland waren Grabmäler von zentraler Bedeutung, wobei diese für gewöhnlich ausschließlich für hohe Persönlichkeiten, wie zum Beispiel den König, errichtet wurden. Während die Ägypter imposante Pyramiden bauten, sind beispielsweise aus dem alten Rom noch bis heute Grabtempel und Turmgräber erhalten.

Im Laufe des Mittelalters wurde die Kirche das Zentrum für Grabmäler. Hohe Geistliche, Stifter, Gründer und Märtyrer wurden in der Krypta beigesetzt und erhielten selbstverständlich ein Grabmal. Dieses bestand in der Regel aus einer Grabplatte, die aus Stein oder Bronze angefertigt wurde. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts werden auch Angehörige des Adels, sowie Geistliche auf Friedhöfen bestattet und erhalten ein normales Begräbnis, wie jeder andere Bürger auch, wobei die Gestaltung des Grabmals natürlich stark variieren kann.

Grabmäler heute

Grabmäler sind also seit jeher fester Bestandteil fast aller Kulturen und gehören auch heute noch zu einer Bestattung dazu. Heutzutage handelt es sich bei den meisten Grabmälern um Grabsteine, die am Kopf eines Grabes aufgestellt werden. Neben dem Namen des Verstorbenen beinhaltet die Inschrift für gewöhnlich auch das Geburts- und Sterbedatum des Bestatteten. Je nach Religion und Kultur wird das Grabmal noch mit religiösen Sprüchen oder Symbolen versehen.

Dieser Artikel wurde von Angelika Schmid geschrieben.


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