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Der uralte Brauch einer Aufbahrung geht verloren

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Die Aufbahrung ist eine uralte Tradition gewesen zum Verabschieden der Verstorbenen.  Familienmitglieder und der enge Freundeskreis haben tagelang in dieser Form vom Verstorbenen Abschied genommen. Der Raum wurde abgedunkelt und das flackernde Kerzenlicht und sparsame oder üppige Trauerfloristik läuteten die Trauerzeit ein.

Der Arbeitskreis der Gutenberg-Universität zu Mainz erinnert in diesem Zusammenhang an einen süddeutschen Brauch. Die Aufbahrung wurde dort auf dem "Totenbrettl" vollzogen, das beim Ableben eines Familienmitglieds aus dem Keller oder Speicher herbeigebracht wurde.

Etwa bis 1970 haben Deutsche auf dem Land diesen überlieferten Brauch noch intensiv gepflegt. Ein Verstorbener wurde damals sogar bis zur Beisetzung im Trauerhaus aufgebahrt. Zahlreiche traditionelle Rituale gaben den Angehörigen viele Möglichkeiten ein letztes Lebewohl zu sagen und den Tränen freien Lauf zu lassen. Nachdem überall in den Gemeinden Leichenhäuser entstanden, versandete dieses Trauerritual fast gänzlich. Die Gesetzgebung zur Bestattung sieht vor dass ein Leichnam umgehend - spätestens innerhalb von 36 Stunden - in einem Leichen- oder Kühlhaus sein muss. Viele Menschen, darunter auch Ärzte wussten in Umfragen über den Zeitraum von 1 1/2 Tagen überhaupt nicht Bescheid, sie hielten ihn für erheblich kürzer.

Häusliche Aufbahrung des Toten im Fokus der Universität Mainz

Ein interdisziplinärer Arbeitskreis Thantologie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz hat sich mit dem Thema Aufbahrung beschäftigt: Die Wissenschaftler stellten fest, dass durch die Bestattungsgesetzgebung diese Verfahrensweise zur Normalität wurde. Der Brauch einer häuslichen Aufbahrung ist in der heutigen Zeit in unserem Kulturkreis eher die Ausnahme. Diese Vorgehensweise geht mit dem allgemeinen gesellschaftlichen Zeitgeist einher. Heutzutage werden natürliche Vorgänge zum Leid und Sterben eher weitgehend tabuisiert.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit zum Thema Trauer

Das Interesse zu wecken für den Umgang mit Sterben und Trauernden hat sich unser Ratgeber Portal vorgenommen. Ein liebevoller Umgang mit dem Leichnam ist ein Zeichen der Wertschätzung und ein wertvolles Trauerritual. Zeitschriften und Trauerforen nehmen sich in einfühlsamen Beiträgen der Trauerrituale an. Wir möchten auch die wertvolle Bedeutung der Aufbahrung in den Fokus rücken, weil ein intensiver Abschied für viele Menschen wichtig ist. Diese abrupte Verabschiedung heutzutage hat etwas sehr nüchternes und ist für manche Angehörige ganz sicher auch ein Teil des Schocks nach dem Todesfall.

Die Aufbahrung mit Kerzen und Blumen

Angehörige haben die Verstorbenen in früheren Zeiten gefühlvoll und fürsorglich aufgebahrt. Es gehörte zu den Trauerritualen wie die Bestattung selbst und die spätere Grabpflege.

Die Wissenschaftler stellten sich die Frage nach der mittleren häuslichen Aufbahrungszeit heute.

Die Aufbahrung dient der ganz persönlichen und intimen Verabschiedung, deshalb ist es ausgesprochen schade, dass dieser Brauch verloren gegangen ist. In zahlreichen Palliativkliniken wird den Angehörigen im Rahmen einer pietätvollen mit vielen Kerzen und Blumenschmuck umrahmten Aufbahrung die Möglichkeit zum Klagen und Trauern gegeben.

Dieser Artikel wurde von Angelika Schmid geschrieben.


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